6. Juni 2016

Die Malerarbeiten sind im vollen Gange...


Im Anschluss an die Malerfliesarbeiten begannen die Malerarbeiten. Konkret hieß dies, den Decken den ersten Anstrich zu geben. Als Deckenfarbe wählten wir Alpina. Für den Erstanstrich wurde die Farbe im Verhältnis 9:1 mit Wasser verdünnt. Auch hier machte das Flies seinen ersten Erfahrungen alle Ehre. Er sog die Farbe nur so in sich auf UND es bildeten sich Beulen. Dies wiederum zog zeitaufwändige Nacharbeiten mit sich. Die Bauherren und Kenny hatten alle Hände voll zu tun. Nach dem die Deckenabschlussleisten montiert waren und wir uns ein wenig mit Ingo angelegt hatten klebten wir die Leisten ab.
 


 


 


 


 


 



Der Bauherr war gerade auf dem Weg nach draussen... Kurze Pause... Da hat er ihn gesehen. Es gibt ihn wirklich. Den Mann der die Bautoilette reinigt. Diesmal war er nicht schnell genug! Erwischt...  
 


 

Wir hatten es offenbar mit einem Handwerker zu tun, der am liebsten ungestört allein auf der Baustelle arbeitet. Wir probierten uns so gut wie möglich mit Ingo zu arrangieren um trotz allem weiter zu kommen. Rings um den Kaminschacht hatte er die Deckenabschlussleisten angeklebt. Dabei war der Montagekleber über die Kanten gequollen. Auf meine Frage hin, wann er den Kleber wegschneiden würde, antwortete er - gar nicht. Das sei Aufgabe des Malers. Er hätte den guten Kleber nehmen müssen, da ein Tackern aufgrund der Fermacell-Platten nicht in Frage kommen würde. Ferner teilte er uns mit, dass der Kleber eine extreme Haftung hat und nicht von den Fingern abgehen würde - weshalb das Ausbessern /  Entfernen Aufgabe des Malers sei. Mit dieser Antwort hatten wir nun überhaupt nicht gerechnet. Kenny verließ schnaubend und schimpfend das Haus und Ingo fragte, was er den gesagt habe und der Maler den habe. Dann merkte er wohl, dass er der Stein des Anstoßes war und erklärte dem Bauherren, dass die Leisten an den Enden Fugen hätten, die mit Acryl zu verfüllen seien. Dadurch würde auch der herausgequollene Kleber komplett verdeckt werden. Damit war die Sache dann augenscheinlich erledigt.

Der Bauherr verließ ebenfalls das Haus und traf auf Kenny. Dieser war immer noch so in Rage, dass er in seine Muttersprache verfiel und fortan in englischer Sprache weiter schimpfte.

Zurück im Haus war die Aufgabe für den Bauherren klar. Die Fugen mit Dichtmaterial füllen. Acryl war nicht vorhanden - lediglich SMP. Kenny hatte die bisher montierten Leisten bereits abgeklebt. Also nahm er diesen und füllt nach und nach die Fugen. Das der Werkstoff dafür eher weniger geeignet gewesen war, bemerkte er erst wesentlich später. Mal ganz abgesehen vom Preis - welcher circa 3mal so hoch ist als handelsübliches Maleracryl. Warum es nicht geeignet ist? SMP ist eher zum Kleben und Dichten gedacht. Und es (ver-)klebt. Das Malercrep fest mit der Abschlussleiste. Resultat - teilweise musste das Crep rausgeschnitten werden. Auch wird  für das Ausbringen aus der Kartusche viel mehr Kraft benötigt, dadurch das es ein Werkstoff mit hoher Dichte ist. Ferner, da wir die durchsichtige Ausführung genommen hatten, zog es Nachbearbeitungsaufwand mit sich. Denn durch die Transparenz wurden Tropf- bzw. Qullmengen nicht immer wahrgenommen werden. Dies sollte sich jedoch erst beim Streichen. Und da das SMP tut wozu es da ist, haftet es extrem!

Der Weg führte in den Baumarkt. Hierbei wurden auch zwei Aussenleuchten gekauft. Doch dazu später mehr. Es wurde ein Karton Maleracryl gekauft. Kenny legte noch zwei weitere Kartuschen hinzu. Nun waren es 14 Stück. Die Bauherrren empfanden es als ein wenig viel. Seine Antwort - "Na, ihr werdet Euch noch wundern. Man sagt, zwei Kartons für einen Neubau." - Später sollte es sich Bewahrheiten, denn der Bauherr kauft einige Tage später noch einen Karton

Doch erst einmal wieder zurück. Auf der Baustelle mussten nun die, in der Zwischenzeit fertig montierten, Abschlussleisten mit Acryl versehen. Dabei wurden auch die bereits mit SMP befüllten Stellen noch einmal bearbeitet. Kenny versah in dieser Zeit die Decken mit dem ersten Vorstrich. Als Anstrich wurde Alpina genommen. Die Farbe wurde im Verhältnis 9:1 mit Wasser verdünnt. (1 Teil Wasser) Dies sollte dazu dienen, dass das Flies sich sättigt. Letzten Endes wurde den die Decken zwei vorgestrichen. Die Bauherren waren also fleißig am acrylieren und beschliffen die Wände an den Stellen, an denen die Stöße des Malerflies aufeinander trafen und wo scharfe Falten im Flies waren. Kenny strich die Decken einmal im kompletten Haus vor.
 




Der Tischler Ingo hatte in der Zwischenzeit die Baustelle beräumt. Alle Leisten, Fenster- und Türrahmen waren montiert und Schadstellen ausgebessert. Wobei wir mit dem Ergebnis seiner Arbeit nicht immer zufrieden gewesen sind. Teilweise waren Macken in den Leisten und auch die Reparaturarbeiten an den Fenstern und Fensterrahmen sowie Türen und Türrahmen waren nicht das, was die Bauherren sich unter fachmännischen Ausführung vorstellten. Teilweise war nur übergestrichen worden, ohne zu Schleifen oder Spachteln.
 


Teilweise konnte man die Pinselstriche erkennen. Auch der Rahmen der Schiebetür in der Küche wurde zwischenzeitlich überarbeitet. Hierzu kamen Marko und sein Kollege uns auf der Baustelle noch einmal besuchen. Sie öffneten die Wand küchenseitig, setzen den Türrahmen gut 2 Zentimeter nach unten und verschlossen die Wand wieder mit Rigipsplatten. Das Spachteln, Schleifen und bekleben mit Malerflies übernahm Kenny diesmal. Auch wurde der Stoß oberhalb des Türrahmens bei den Arbeiten der Trockenbauer gleich korrigiert.

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Am Ende des Tages waren die Decken und auch die Wände im Flur, nach zwei bis dreimaligem Vorstreichen, mit dem vermeintlichen Endanstrich versehen. Das Flies war augenscheinlich sehr durstig und hatte eine sehr große Saugkraft. Von Sättigung war hier nichts zu merken. Die Treppe konnte kommen





 








Dem Bauherrenhund war es eindeutig zu warm an diesem Tag! Er wies die Bauherrenschaft kurzer Hand an, man solle ihm die Möglichkeit zum Baden geben. Gesagt, getan. Ein wenig klein zwar, aber Platz ist in der kleinsten Wanne

 








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